Magicka - Feuer, Wasser, heiße Luft?

Seit Anfang diesen Jahres ist der große Markt der Rollenspiele um einen weiteren Titel reicher: Magicka. In Magicka taucht man in die geheimnisvolle Welt "Midgard" ein, die von Goblins, Trollen und vielen anderen Kreaturen heimgesucht wird. Der König braucht deine Hilfe - die Hauptstadt "Havindr" wird belagert. Zeit, sich Robe und Zauberstab zu schnappen und dem Ganzen ein Ende zu setzen!

Das Herz von Magicka bilden 8 Elemente, deren Eigenschaften wir nahezu beliebig kombinieren können. So wirken wir verschiedene Angriffs- und Verteidigungszauber, können diese mit Flächenwirkung versehen oder als Geschoss auf die Feinde schleudern. Um die Zauber auszulösen wählt ihr sie per Hotkey aus und kombiniert so bis zu 5 Elemente. Ein Beispiel: Feuer, Erde und Schild in die Spellbar geladen ergeben einen brennenden Felsschild, den man zwischen sich und seinen Gegnern platzieren kann. Klingt zu einfach? Zu den Elementarzaubern lernt ihr noch einige besonders hilfreiche Sprüche die euch z.B. schneller machen. Bei diesen kommt es auf die Reihenfolge an in der ihr die Elemente auswählt. Erst das Feuer und dann Wasser oder doch andersherum? Dem nicht Genüge getan wirkt sich auch noch die Umgebung auf eure Zauber aus. Man sollte es also tunlichst vermeiden einen Blitzzauber im Wasser zu wirken, oder wenn man nass ist. Dies gilt natürlich auch für eure Feinde. Erst nass machen, dann einen Kugelblitz abfeuern. Unpassierbare Flüsse werden einfach eingefroren – oder aufgetaut um Feinde ertrinken zu lassen. Maschinen könnt ihr mit Strom einschalten, Türen mit Felsgeschossen aufsprengen. Zusätzlich zu eurem Zauberstab haltet ihr noch eine Zweitwaffe in den Händen. Ob Spieß, Schwert, ja sogar ein M60 Maschinengewehr gehört zum Arsenal.

Ein Angriff auf Deathspank? Die Jungs von Arrowhead Game Studios haben den Humor in ihrem Erstlingswerk nicht zu kurz kommen lassen. An vielen Stellen waren die Entwickler kreativ und haben die Welt von Midgard mit lustigen Elementen aufgelockert – Chuck Norris inklusive. Sein volles Potential entfaltet Magicka jedoch erst im Multiplayer. Die Singleplayer Kampagne umfasst 13 Kapitel und kann mit vier Spielern im Koop (!) bestritten werden, während man im Challenge-Mode 20 Angriffswellen gegenübersteht. Der Clou: Die Zauber der Spieler lassen sich kombinieren! Die Parallelen zu Ghostbusters sind natürlich rein zufällig (Kreuzt die Strahlen!) Das ganze wird mit einem typischen PvP-Modus abgerundet.

Unglücklicherweise haben sich in der Release-Version einige Bugs eingeschlichen. Menüs die von weißen Rechtecken ersetzt werden, plötzliche Verbindungsabbrüche vom Server oder niedrige Frameraten trotz leistungsfähiger Rechner wurden von Spielern bemängelt. Bei unserem Test hatten wir allerdings keine dieser Probleme und ArrowHead hat auch schon Patches veröffentlicht, die die kleinen Spielpannen beheben.

Insgesamt kann man sagen, das Magicka ein rundum gelungenes Spiel ist. Es ist ein perfektes Spiel für zwischendurch, denn wenn man erstmal den Dreh mit den Zauber-Elementen raus hat, macht es mächtig Spaß die Monster auf immer neue Arten ins Jenseits zu befördern. Im Multiplayer ist die gemeinsame Gegnerjagd dann nochmal lustiger. Allerdings sollte man für den schmalen Preis von ca. 10€ kein Spiel erwarten, welches in Sachen Grafik neue Maßstäbe setzt und jeden Spieler die nächsten 80 Stunden an den Rechner fesselt. Trotzdem kann ich Magicka empfehlen, denn für den kleinen Preis gibt’s schnellen Spielspaß, den man am besten mit seinen Freunden teilt.

Artikelinfo


Autor: Julian Scheichel
Datum: 20.2.2011

gamescom 2011

gamescom 2011
17.08.-21.08.

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