Metro 2033 - Dunkel wars...und langweilig

Achtung: Spoiler!!!

Metro 2033, das war doch das Spiel mit dem Buch - schwarzes Cover mit rotem Logo. Die Spieleverpackung sieht ja sehr ähnlich aus. Gut, versuchen kann mans doch mal...

Wir beginnen das Spiel als Artyom. In einer konfusen Schießerei verteidigen wir uns gegen alle möglichen Monster die unsere Gruppe angreifen. Nach einigen Sekunden der Blackout und wir beginnen die Geschichte von Anfang an. Der nichtssagende Vorspann hilft uns nicht besonders weiter, als wir in einer Metro-Station aufwachen.

Grundlegend geht es um folgendes: In einem 3. atomaren Weltkrieg hat die Menschheit die Erde vernichtet, die Oberfläche des PLaneten ist kompeltt eingefroren. Einige 400.000 überlebende haben sich in die Moskauer Metro zurückgezogen. Dort gründen einige neue rassistische bzw. kommunistische Gruppen ihre neuen Regierungsbezirke, andere Menschen wiederum leben unabhängig. Nun wird Artyoms Metro-Station angegriffen und das Leben seiner Freunde dort ist durch die mutierten Bestien von der verstrahlten Oberfläche bedroht. Einige scheinen sogar telepathische Fähigkeiten zu besitzen, mit denen sie die Menschen in den Selbstmord treiben oder sie einfach nur verrückt machen. Artyom reist also los durch die Tunnel um diese Monster zu vernichten.

Das Spiel will ein Shooter sein, scheitert daran jedoch. Die Abschnitte in denen wir wirklich mal viele Gegner töten müssen sind meistens zu leicht, da wir von KI-Kollegen begleitet werden. Dagegen sind die Schleich-Passagen des Spiels vergleichsweise viel zu schwer, wenn man diese nicht richtig angeht. Da man nicht frei Speichern darf frustriert das besonders.

Die meiste Zeit des Spiels bewegen wir uns durch dunkle Räume, halten uns mit dem wechseln unserer Gasmaske in verseuchten Bereichen am Leben und folgen den Schlauchlevels. Dabei gehen wir immer mal wieder unserem Begleiter verloren und sind allein unterwegs. Dies passierte so oft, dass es schon wieder nervig war. Zeitweise stirbt ein KI-Kollege, weil wir - obwohl wir auf ein Monster feuern - es nicht töten können, da es sich um eine Scriptsequenz handelt. Designschnitzer dieser Art sind unglaublich nervtötend, zumal die Munition im Spiel relativ begrenzt ist und man sie meistens manuell nachkaufen muss. Macht aber nichts, sie geht nur sehr selten aus und die Wahl der Waffen ist auch nicht entscheidend. Große Areale um Snipergewehr einzusetzen gibt es fast kaum, uns genügt ein Revolver mit Visier und Schalldämpfer.

Oh und dann kam auch schon das Ende. Relativ schnell entscheidet man sich die bösen Mental-Monster per Raketenbeschuss zu vernichten. Um an die dafür nötige Laser-Zielmarkierung zu kommen bricht man in eine alte Militärbasis ein. In der haust ein riesiges Schleimmonster, dass sich aber nicht als Endboss entpuppt sondern einfahc nur als...Ding. Toll. Zurück an der Oberfläche finden wir uns in der Anfangssequenz wieder: tausende Monster versuchen uns zu erwischen. Wir entkommen jedoch mit dem Anführer unserer Begleiter und schaffen es zu einem großen Radioturm. Nachdem dieser erklommen ist stirbt auch unserer letzter Begleiter und wir versuchen den Lasermarker aufzustellen. Da schleichen sich die Mental-Monster in unsere Gedanken und wir müssen ihnen in einer Traumsequenz entkommen, andernfalls werden wir vom Turm gestoßen. Ist dies geschafft, richten wir den Laser auf ein orangefarbenes Baumdingens, das wir zuvor noch nie gesehen haben und sehen Raketen einschlagen. Artyom ist glücklich seine Station verteidigt zu haben, das Spiel ist aus.

Artyom kämpft von Anfang bis Ende also gegen einen Feind von dem er selbst am Schluss nicht einmal weiß ob dieser nun vernichtet ist oder nicht. Auf dem weg dahin begegnet er vielerlei anderer Feinde und Geschichten die er alle Links liegen lässt. Ein richtiger Shooter ist Metro auch nicht, warum soll mans denn dann spielen?

Soll man garnicht, kann man aber - denn die Atmosphäre ist unglaublich gut gelungen und auch die Grafik ist nicht schlecht. In den U-Bahn Station wimmelt es nur so von Leuten, man kann an Türen klopfen und hört viele Geschichten. In den Tunnel hat man das Gefühl ständig angegriffen werden zu können und die trostlose Oberfläche versprüht einen ganz eigenen Charme. Wer jedoch einen richtigen Shooter will lässt die Finger davon.

Artikelinfo


Autor: Hendrik Prochnow
Datum: 24.5.2011

gamescom 2011

gamescom 2011
17.08.-21.08.

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